
Maria denkt oft an den Besuch des Engels und freut sich auf das Kind. Ihr Bauch ist schon ganz rund. «Josef, bald ist es mit unserem Kind so weit», sagt Maria. Doch dann kommt der Befehl, der Befehl des römischen Kaiser Augustus. Alle müssen in ihre Heimatstadt und sich zählen lassen. Kann man Menschen zählen wie Schafe oder Geld? Doch es nützt alles nichts. Maria und Josef müssen aufbrechen und nach Bethlehem, ihrem Heimatort reisen. Ein weiter Weg liegt vor ihnen. Sie werden einige Tage unterwegs sein. Maria packt Orangen und frischgebackenes Brot in ihre Tasche, auch Windeln für das Kind. Josef nimmt seine Laterne mit. Früh am Morgen gehen sie los. Schritt für Schritt. Marias Beine werden schwer, schon bald ist sie müde. Der Weg ist lang.
Unterwegs reden sie viel miteinander und teilen ihre Fragen und Sorgen. «Was, wenn das Kind jetzt kommt? Wo finden wir Platz?» Josef sagt: «Mach dir keine Sorgen, liebe Maria. Gott schaut zu uns.»
So oder ähnlich könnte es gewesen sein, als Maria und Josef unterwegs waren. Die beiden haben sich damals auf den beschwerlichen Weg gemacht.
Heute machen sich unserer Krippenfiguren auf die Reise. Am ersten Advent, 29. November nach dem Gottesdienst beginnt ihre Reise.
Was werden sie erleben?
Finden sie offene Türen, wenn sie anklopfen?
Wer lädt die beiden zu sich ein?
In jedem Haus bleiben die Krippenfiguren über Nacht und werden am nächsten Tag weitergereicht. Das ist unsere Idee. Machst du mit?
Es wäre schön, wenn Ihr euch für Maria und Josef bewusst Zeit nehmt. Zum Beispiel die Geschichte der beiden in der Bibel nachlesen, gemeinsam ein Weihnachtslied singen, oder ihr Kinder zeigt ihnen wo ihr schlaft oder…. Vielleicht dürfen Maria und Josef auch beim Guetzli backen «helfen». Alles was Sie an dem Tag erleben, darf abends in das Tagebuch eingetragen werden.
Am 24. Dezember um 16.00 Uhr kommen Maria und Josef wieder in die Kirche nach Oberdorf, wo bereits Schafe, Engel und Hirten bei unserer Krippe auf sie warten. Damit es dann pünktlich zum Familiengottesdienst um 16.30 Uhr heisst: „Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe.“
Mögen Sie Maria und Josef einladen? Möchtet Ihr ihnen Herberge geben?
Gerne tragen wir Sie in die Besuchsliste ein. Wir freuen uns auf viele Menschen, die ihre Türen Maria und Josef öffnen.
Arche-Team Bruder Klaus, Waldenburgertal